P-Konto Bescheinigung für 14 € online erhalten

Freibetrag auf dem P-Konto bei einer Kontopfändung erhöhen.

Wurde Ihr Konto gepfändet oder steht eine Kontopfändung bevor?

Das Bild zeigt den Besprechungsraum der Kanzlei

Wann kann ich bei einer Kontopfändung einen zusätzlichen pfändungsgeschützten Freibetrag auf meinem P-Konto erhalten?

  1. Sind Sie verheiratet oder müssen Sie für Ihren (Ex-)Ehegatten Unterhalt bezahlen?
  2. Haben Sie minderjährige Kinder oder volljährige Kinder in der Ausbildung?
  3. Beziehen Sie Sozialleistungen (Jobcenter, Grundsicherung) für weitere Personen?
  4. Erhalten Sie Pflegegeld?

Haben Sie nur ein Mal mit „Ja“ geantwortet? Dann können Sie jetzt 

  • Ihren möglichen zusätzlichen Freibetrag berechnen,
  • für nur 14 € eine rechtsgültige P-Konto Bescheinigung erhalten,
  • mit der P-Konto Bescheinigung den Freibetrag um mehrere Hundert Euro erhöhen,
  • trotz Kontopfändung monatlich über mehr Geld verfügen.

Handeln Sie jetzt. Sonst bleibt Ihr Guthaben gesperrt und wird an Ihren Gläubiger überwiesen.

Die Grafik zeigt eine Übersicht über den Grundfreibetrag und die weiteren Freibeträge, die mit einer P-Konto Bescheinigung eingerichtet werden können

Lassen Sie uns Ihre Fragen zum P-Konto klären.

Wurde Ihr Konto bereits gepfändet?

Ohne Kontopfändung brauchen Sie keinen Schutz durch einen Freibetrag.

Solange Ihr Konto nicht gepfändet ist, kann ein Freibetrag auf dem Konto nicht eingerichtet werden.

Die Regelungen des P-Kontos und der Freibeträge gelten erst ab

  • Eingang einer Vorpfändung,
  • einer Kontopfändung oder
  • nach der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

Ohne eine Kontopfändung können Sie jederzeit über das volle Guthaben verfügen. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie Ihr Konto als normales Girokonto oder als P-Konto führen.

Wenn noch gar keine Pfändung vorliegt, können Sie Ihr Konto zwar vorsorglich in ein P-Konto umwandeln, dies ändert jedoch nichts an der Verfügbarkeit Ihres Guthabens. Auch wenn das Konto vorsorglich als P-Konto geführt wird, können Sie immer über das Gesamtguthaben verfügen. Die Freibeträge auf dem P-Konto haben erst dann Bedeutung, wenn tatsächlich eine Vollstreckungsmaßnahme erfolgt.

Ohne eine aktive (Vor-) Pfändung des Kontos kann auf dem P-Konto kein Freibetrag eingerichtet oder erhöht werden.

Wann kann mein Konto gepfändet werden?

Eine Kontopfändung droht, wenn Sie Schulden haben und Ihr Gläubiger einen gerichtlichen oder behördlichen Vollstreckungstitel gegen Sie erwirkt hat. Ein Vollstreckungstitel kann folgendes sein:

  • Vollstreckungsbescheid
  • Urteil
  • Bescheid vom Finanzamt
  • Bescheid der Familienkasse
  • Jobcenter Rückforderungsbescheid 

Ohne einen Zahlungstitel kann nicht gegen Sie vollstreckt werden.

Wenn Sie eine Rechnung nicht bezahlt haben oder ein Inkassounternehmen mahnt, droht nicht sofort die Zwangsvollstreckung oder die Pfändung Ihres Kontos. Dies kann erst erfolgen, wenn die Berechtigung der Forderung gerichtlich festgestellt wurde.

Warum erhalte ich gelbe Briefe vom Amtsgericht?

Wenn ein Anspruch gegen Sie gerichtlich geltend gemacht wird, werden Sie vom Gericht darüber informiert und gewarnt. Die Information kommt nicht mit der normalen Post. Sie wird Ihnen förmlich in einem gelben Umschlag zugestellt.

Ein gelber Brief vom Amtsgericht ist als Warnschuss zu verstehen.

Wenn Sie einen gelben Umschlag erhalten, ist eine förmliche Zustellung erfolgt. Sie haben dann Fristen oder Termine einzuhalten. Wenn Sie hierauf nicht reagieren, doht eine gerichtliche Entscheidung, aus der dann die Zwangsvollstreckung eine Kontopfändung gegen Sie betrieben werden kann.

Die Kontopfändung steht unmittelbar bevor, wenn bereits ein vollstreckbarer Titel vorliegt und Sie einen gelben Brief erhalten.

Wie läuft eine Kontopfändung ab?

Grundlage jeder Kontopfändung ist der Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses (PfÜB). Der Erlass eines PfÜBs setzt einen Antrag desjenigen voraus, der Inhaber der Geldforderung ist (Gläubiger).

Nach dem Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses vollzieht sich die Kontopfändung auf Basis von zwei Maßnahmen:

  1. Maßnahme: Beschlagnahme des Kontos
    Der Pfändungsbeschluss bewirkt nach der Zustellung an die kontoführende Bank zunächst eine Beschlagnahme des vorhandenen Guthabens,

    Für den Gläubiger entsteht mit der Beschlagnahme durch die Kontopfändung ein Pfändungspfandrecht. Das Pfändungspfandrecht dient der Sicherung des Gläubigers. Das Guthaben wird der Verfügungsmöglichkeit des Schuldners durch das Pfändungspfandrecht entzogen. Das Geld wird gesperrt.

    Die kontoführende Bank oder Sparkasse darf den Schuldner nicht mehr über das vorhandene Guthaben verfügen lassen.

    Diese Wirkung kann nur eingeschränkt werden, indem das gepfändete Konto in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt wird. Dann wir auf dem Konto das Guthaben innerhalb eines monatlichen Freibetrages von der Beschlagnahmewirkung ausgenommen. 

  2. Maßnahme: Überweisung des Guthabens an den Gläubiger
    Handelt es sich bei dem gepfändeten Konto nicht um ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) und wird das gepfändete Konto nicht innerhalb von 4 Wochen in ein P-Konto umgewandelt, folgt im Anschluss an die Beschlagnahme die Überweisung des vorhandenen Guthabens an den Gläubiger.
    Wenn das gepfändete Konto als P-Konto geführt wird, bleibt der monatliche Zahlungseingang bis zur Höhe des eingerichteten Freibetrages verfügbar. Das Guthaben oberhalb des Freibetrages wird gesperrt und an den Gläubiger einen Monat später überwiesen.

Was ist ein Vorpfändung?

Durch eine Vorpfändung oder ein vorläufiges Zahlungsverbot gemäß § 845 ZPO kann ein Gläubiger lediglich die oben beschriebene Beschlagnahmewirkung für die Dauer eines Monats auf dem Konto des Schuldners herbeiführen.

Der Gläubiger muss für eine Vorpfändung mindestens über einen vorläufig vollstreckbaren Titel verfügen.

Bei einer Vorpfändung wird also das Guthaben gesperrt, aber nicht an den Gläubiger überwiesen. 

Wird nicht innerhalb eines Monats ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss erwirkt, verliert das vorläufige Zahlungsverbot automatisch seine Wirkung.

Ein Schutz bei einer Vorpfändung oder einem vorläufigen Zahlungsverbot ist ebenfalls nur mit einem P-Konto möglich.

Haben Sie bereits ein P-Konto?

Was ist ein P-Konto?

Ein Pfändungsschutzkonto (kurz: P-Konto) ist ein Girokonto mit Pfändungsschutz.

Der Vorteil besteht darin, dass der Inhaber eines P-Kontos trotz Kontopfändung über sein Guthaben bis zur Höhe seines Freibetrages verfügen kann.

Auch ein P-Konto kann also gepfändet werden. Das P-Konto beseitigt jedoch die Wirkung einer erfolgten Pfändung innerhalb des eingerichteten Freibetrages.

Das Guthaben oberhalb des Freibetrages bleibt bei einer Kontopfändung ungeschützt und wird an den Gläubiger überwiesen. Deshalb ist es so wichtig, nach einer Kontopfändung die möglichen Freibeträge auszuschöpfen.

Was muss ich machen, um ein ein P-Konto zu erhalten?

Ein P-Konto erhalten Sie leider nach einer Kontopfändung nicht automatisch. Sie müssen sich selbst darum kümmern, indem Sie bei Ihrer Bank Ihr Girokonto in ein P-Konto umwandeln lassen.

Ihre Bank ist gesetzlich verpflichtet, ein bestehendes Konto in ein P-Konto umzuwandeln. Die Verpflichtung der Bank ergibt sich aus § 850k Abs. 5 ZPO.

Die Umwandlung Ihres Kontos in ein P-Konto können Sie jederzeit vor und nach einer Kontopfändung beantragen. Dies gilt auch für Konten, die im Soll stehen. Die Bank muss das P-Konto trotzdem einrichten und eine gesonderte Vereinbarung über den Ausgleich des Dispo-Rahmens schließen.

Die Einrichtung des P-Kontos muss von Ihrer Bank innerhalb von 4 Werktagen kostenlos erfolgen. Für die Kontoführung darf Ihre Bank keine höheren Gebühren berechnen als zuvor.

Jeder darf nur ein P-Konto führen. Um das Sicherzustellen, wird die Umwandlung des P-Kontos der SCHUFA gemeldet.

Wie hoch ist der Schutz auf meinem P-Konto nach der Umwandlung?

Nach der Umwandlung des Kontos in P-Konto besteht bei einer Kontopfändung automatisch der sogenannte Grundfreibetrag oder Sockelfreibetrag. In Höhe dieses Grundfreibetrages sind auch nach einer Kontopfändung Verfügungen über Zahlungseingänge möglich. Verfügungen können Überweisungen, Lastschrifteinzüge oder Bageldabhebungen sein.

Der Grundfreibetrag auf dem P-Konto dient als Ihr persönlicher Basispfändungsschutz. Er sichert Ihr Existenzminimum und entspricht dem Pfändungsfreibetrag nach § 850c Abs. 1 i.V.m. § 850c Abs. 2a ZPO.

Der Grundfreibetrag auf dem P-Konto ist einkommensunabhängig und beträgt seit dem 1. Dezember 2021 pauschal 1.260 EUR.

Haben Sie sich auf Ihrem P-Konto bereits einen höheren Freibetrag als 1.260,00 € gesichert? 

Sichern Sie sich einen zusätzlichen Freibetrag auf Ihrem P-Konto

Der Grundfreibetrag in Höhe von 1.260 € pro Monat kann um weitere Freibeträge für Angehörige erhöht werden.

Durch die Erhöhung des Freibetrages können Sie nach einer Kontopfändung über mehr Geld verfügen.

Für folgende Personen kann jeweils ein weiterer Freibetrag eingerichtet werden:

  • Ehemann/Ehefrau
  • Kinder

Maximal können fünf zusätzliche Freibeträge eingerichtet werden.

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Lassen Sie mich jetzt den Freibetrag berechnen, den Sie mit einer P-Konto Bescheinigung auf Ihrem Konto einrichten können.

Zusätzlicher Freibetrag für Eheleute bei einer Kontopfändung

Ein weiterer Freibetrag kann in folgenden Fällen auf Ihrem P-Konto eingerichtet werden:

  1. Sie leben mit Ihrem Ehemann/Ehefrau zusammen im gemeinsamen Haushalt
  2. Sie leben von Ihrem Ehegatten getrennt und zahlen Unterhalt für den Ehegatten
  3. Sie sind geschieden und zur Zahlung von nachehelichen Unterhalt verpflichtet und zahlen den Unterhalt.

Ob Ihr Ehegatte über ein eigenes Einkommen verfügt, ist für die Einrichtung des Freibetrages nicht von Bedeutung

Wenn Ihr Ehemann oder Ihre Ehefrau über ein eigenes Einkommen von mehr als 500 € verfügt, kann der pfändende Gläubiger gemäß § 850c Abs. 6 ZPO eine Überprüfung durch die Vollstreckungsstelle beantragen.

Der Gläubiger muss gesondert beantragen, dass Ihr Ehegatte aufgrund eigenen Einkommens ganz oder teilweise unberücksichtigt bleiben soll.

Hiervon machen Gläubiger in der Praxis nur sehr selten Gebrauch.

Übrigens: Beide Eheleute können jeweils wechselseitig einen weiteren Freibetrag erhalten. Auf dem Konto des Ehemannes kann also ein Freibetrag für die Ehefrau eingetragen werden und auf dem Konto der Ehefrau ein weiterer Freibetrag für den Ehemann.

Sichern Sie sich jetzt einen weiteren Freibetrag für Ihre/n Ehemann/Ehefrau 

Zusätzlicher Freibetrag für Kinder bei einer Kontopfändung

Für leibliche minderjährige Kinder und volljährige Kinder bis zum Abschluss einer Berufsausbildung oder Studium können Sie zusätzliche Freibeträge erhalten.

Ein zusätzlicher Freibetrag pro Kind kann eingerichtet werden, wenn das Kind bei Ihnen im Haushalt lebt oder wenn Ihr Kind im Haushalt des anderen Elternteils lebt und Sie für das Kind Unterhalt zahlen.

Wenn beide Elternteile ein P-Konto haben, kann sowohl auf dem Konto der Mutter, als auch auf dem Konto des Vaters ein weiterer Freibetrag eingerichtet werden.

Das gilt aber nur für leibliche und adoptierte Kinder. Für Stiefkinder, Pflegekinder und Kinder des Lebensgefährten können Sie keinen weiteren Freibetrag erhalten.

Zusätzlicher Freibetrag für Kindergeld bei einer Kontopfändung

Neben dem Freibetrag für Kinder kann auch ein Freibetrag für das Kindergeld und Kinderzuschläge eingerichtet werden.

Voraussetzung ist, dass das Kindergeld oder der Kinderzuschuss auf das P-Konto überwiesen wird. Nur dann kann auch ein weiterer Freibetrag eingerichtet werden.

Wird das Kindergeld auf das Konto der Mutter gezahlt, kann auf dem Konto des Vaters also kein weiterer Freibetrag für das Kindergeld bescheinigt werden.

Kein zusätzlicher Freibetrag bei Waisenrente und Unterhaltszahlungen

Leider können mit einer P-Konto Bescheinigung nicht weitere Freibeträge für eingehende  Unterhaltszahlungen und Waisenrenten bescheinigt werden.

Diese Zahlungseingänge können Sie schützen, indem die Leistungen direkt auf ein Konto der Kinder überwiesen werden. Dies ist möglich, da es sich um Zahlungen für die Kinder und nicht für Sie handeln.

Wenn der eingerichtete Freibetrag nicht ausreicht, um alle Zahlungseingänge zu schützen und eine Zahlung des Unterhalts oder der Waisenrente nicht auf ein Konto des Kindes erfolgen können, kann durch einen gesonderten Vollstreckungsschutzantrag ein zusätzlicher Freibetrag eingerichtet werden.

Sichern Sie sich jetzt einen weiteren Freibetrag für Ihre Kinder

Zusätzlicher Freibetrag für Sozialleistungen

Ein zusätzlicher Freibetrag für Sozialleistungen kann nur dann bescheinigt werden, wenn es sich bei den Personen, für die Sozialleistungen bezogen werden nicht um den Ehegatten oder um die eigenen leiblichen Kinder handelt. Hierfür sind die oben genannten Freibeträge für Ehegatten und Kinder da.

Ein weiterer Freibetrag kann also nur dann bescheinigt werden, wenn die Sozialleistungen im Rahmen einer Bedarfsgemeinschaft für Personen gezahlt werden, zu denen kein Verwandtschaftsverhältnis besteht. Dies ist z.B. bei einer Patchwork-Familie der Fall.

Wenn Sie Sozialleistungen für sich selbst, Ihren Ehegatten oder Ihre Kinder erhalten, müssen Sie bei der Eingabe in meinem Formular bei Sozialleistungen keine Angaben machen, da ja zuvor bereits der Ehegatte und die Kinder erfasst wurden.

Wohngeld ist ebenfalls bereits in den normalen Freibeträgen enthalten und kann nicht zusätzlich bescheinigt werden.

Freibeträge für Geldleistungen zum Ausgleich eines Körper- oder Gesundheitsschadens bei einer Kontopfändung

Was sind Geldleistungen beim Ausgleich eines Gesundheits- oder Körperschadens?

Hierzu zählen nur bestimmte Leistungen, die im Folgenden aufgeführt werden:

  • Leistungen der Pflegeversicherung gemäß §§ 37ff SGB XI
  • Pflegegeld gemäß § 44 SGB VII
  • Pflegegeld für selbstbeschaffte Pflegehilfen gemäß § 17 SGB IX

Leistungen, die nicht als zusätzlich Freibeträge bescheinigt werden können, sind hingegen:

  • Ausgleichsrente gemäß § 32 BVG
  • Krankengeld gemäß § 44 bis 47b und § 53 Abs. 6 SGB V bzw. § 12 und § 13 KVLG 1989
  • Mutterschaftsgeld gemäß § 13 MuSchG, § 200 RVO, § 29 KVLG
  • Renten an Hinterbliebene gemäß §§ 65ff SGB VII
  • Renten wegen Minderung der Erwerbstätigkeit gemäß § 56 SGB VII, §§ 43, 45, 240 SGB VI
  • Verletztengeld und Übergangsgeld gemäß §§ 160ff SGB III, § 20 SGB VI, §§ 45ff SGB VII und 49ff SGB VII, § 45 SGB IX

Wie erhalte ich zusätzliche Freibeträge?

Die weiteren Freibeträge werden nicht automatisch zur Verfügung gestellt. Um einen höheren Freibetrag für Angehörige, Sozialleistungen oder Pflegegeld zu erhalten, brauchen Sie eine P-Konto Bescheinigung nach § 903 ZPO

Eine solche P-Konto Bescheinigung zur Erhöhung Ihres P-Konto Freibetrages können Sie von mir als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht erhalten.

Die Erstellung einer Bescheinigung kostet 14 Euro. Wir akzeptieren eine Zahlung mit PayPal, Sofortüberweisung oder Kreditkarte. Bei der Beauftragung kann auch jemand anders für Sie bezahlen.

Die Bescheinigung ist zwei Jahre bei allen Banken und Sparkassen gültig. Sie erhalten die Bescheinigung mit der Deutschen Post und müssen die Bescheinigung im Original nur noch Ihrer Bank vorlegen.

Freibetrag mit der P-Konto Bescheinigung erhöhen

Ich berechne die mögliche Erhöhung des Freibetrages und erstelle Ihnen für 14 € Ihre P-Konto Bescheinigung.

Mit Zufriedenheistgarantie:

Ich vertrete Sie als Rechtsanwalt ohne weitere Kosten, wenn Ihre Bank den Freibetrag mit meiner Bescheinigung nicht innerhalb von 2 Arbeitstagen erhöht.

Eine Ausnahme gilt, wenn eine Kontopfändung wegen Unterhaltsschulden vorliegt. Dann kann ein niedrigerer Freibetrag durch das Gericht festgelegt werden, damit die Unterhaltsschulden bezahlt werden. Dieser gerichtlich festgesetzte Freibetrag kann mit einer P-Konto Bescheinigung nicht abgeändert werden.

Benötigen Sie einen zusätzlichen einmaligen Freibetrag?

Einmaliger Freibetrag für einmalige Zahlungen auf dem P-Konto

Wenn Sie eine einmalige Zahlung erhalten, kann es vorkommen, dass der vorhandene Freibetrag auf Ihrem P-Konto nicht ausreicht, um die laufenden Zahlungseingänge und die einmalige  Zahlung zu schützen.

Bestimmte einmalige Zahlungen sind unpfändbar und können mit einem zusätzlichen einmaligen Freibetrag geschützt werden. So wird die einmalige Zahlung nach einer Gutschrift auf dem gepfändeten Konto verfügbar.

Lassen Sie uns zunächst berechnen, ob Sie bereits alle möglichen monatlichen Freibeträge nutzen. 

Berechnen Sie zuerst mit meinem Freibetragsrechner Ihren monatlichen Freibetrag.

Wenn über die monatlichen Freibeträge bereits ein ausreichender Schutz für die einmalige Zahlung besteht, müssen Sie nur sicherstellen, dass der Freibetrag auf Ihrem P-Konto eingerichtet ist. 

Zur Einrichtung des höheren monatlichen Freibetrages brauchen Sie eine P-Konto Bescheinigung, die Sie nach der Berechnung bei mir beauftragen können. Sie müssen die Bescheinigung dann nach Erhalt nur noch Ihrer Bank vorlegen und erhalten für 2 Jahre monatlich den höheren Freibetrag.

Wenn der monatliche Freibetrag nicht ausreicht, um die einmalige Zahlung zu schützen, kann je nach Art der einmaligen Zahlung ein zusätzlicher Freibetrag eingerichtet werden.

Zur Einrichtung des einmaligen zusätzlichen Freibetrages müssen Sie Ihrer Bank entweder den Leistungsbescheid über die einmalige Zahlung oder eine zusätzliche P-Konto Bescheinigung vorlegen.

Einige Zahlungseingänge lassen sich nur über einen Antrag bei der Vollstreckungsstelle schützen.

Für bestimmte Zahlungseingänge ist die Einrichtung eines einmaligen Freibetrages nicht möglich, da die Leistung pfändbar ist.

  • Abfindungen anlässlich der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses, möglich mit einem Antrag bei der Vollstreckungsstelle
  • Corona Sonderzahlungen für Arbeitnehmer und Selbständige, möglich mit einem Antrag bei der Vollstreckungsstelle
  • Darlehen/Beihilfen nach SGB II und SGB XII, möglich mit Bewilligungsbescheid oder P-Konto Bescheinigung
  • Erstausstattung bei Schwangerschaft, Geburt und nach Haftentlassung, möglich mit Bewilligungsbescheid oder P-Konto Bescheinigung
  • Erstattung des Eigenanteils an zur kieferorthopädischen Behandlung gemäß § 29 SGB V, möglich mit Bewilligungsbescheid oder P-Konto Bescheinigung
  • Erstattung der Heizkosten-/Nebekosten-Differenz für das zurückliegende Kalenderjahr durch das Jobcenter, möglich mit Bewilligungsbescheid oder P-Konto Bescheinigung
  • Erstattungen der privaten Krankenkasse für Behandlungen oder Medikamente, möglich mit einem Antrag bei der Vollstreckungsstelle
  • Nachzahlungen von Arbeitslosengeld 2 oder Kindergeld bis zur Höhe von 500 €, möglich mit Bewilligungsbescheid oder P-Konto Bescheinigung
  • Nachzahlungen von Arbeitslosengeld 2 oder Kindergeld über 500 €, möglich mit einem Antrag bei der Vollstreckungsstelle
  • Nachzahlungen des Arbeitgebers, möglich mit einem Antrag bei der Vollstreckungsstelle
  • Spesenzahlungen des Arbeitgebers, möglich mit einem Antrag bei der Vollstreckungsstelle
  • Steuererstattungen, nicht möglich, da die Erstattung vollständig pfändbar ist.
  • Urlaubsgeld, möglich mit einem Antrag bei der Vollstreckungsstelle
  • Verhinderungspflege, möglich mit Bewilligungsbescheid oder P-Konto Bescheinigung
  • Weihnachtsgeld, möglich mit einem Antrag bei der Vollstreckungsstelle

Wie erhalte ich einmalig einen zusätzlichen Freibetrag?

Ein einmaliger zusätzlicher Freibetrag wird nicht automatisch zur Verfügung gestellt. Je nach Zahlungsart reicht es wie oben beschrieben aus, den Leistungsbescheid bei der Bank vorzulegen, um einen zusätzlichen einmaligen Freibetrag zu erhalten. Der Leistungsbescheid dient dann als Bescheinigung.

Wenn Ihre Bank den Leistungsbescheid nicht als Nachweis akzeptiert, kann ich für die oben angegebenen Einmalzahlungen eine Bescheinigung erstellen. Bitte beauftragen Sie dann einen neue aktuelle P-Konto Bescheinigung. Nach der Auftragsbestätigung schicken Sie mir bitte den Nachweis über die Einmalzahlung als Antwort auf die Bestätigungsmail zu. Ich kann dann eine den Einmalbetrag zusätzlich neben den laufenden Freibeträgen bescheinigen.

Wenn der einmalige Freibetrag nicht durch die Vorlage des Leistungsbescheides oder eine Bescheinigung eingerichtet werden kann, berate ich Sie gerne und übernehme für Sie die Antragstellung bei der Vollstreckungsstelle.

Beratung und Antragstellung vom Fachanwalt

Ich berate Sie persönlich und übernehme für Sie die Antragstellung beim Vollstreckungsgericht.

Benötigen Sie einen zusätzlichen monatlichen Freibetrag?

Zusätzlicher monatlicher Freibetrag bei einer Kontopfändung

Es gibt mehrere Fälle, in denen der eingerichtete Freibetrag auf dem P-Konto nicht ausreicht:

  1. Arbeitnehmer oder Rentner, die über ein höheres Einkommen verfügen, als mit der P-Konto Bescheinigung geschützt werden kann.
  2. Arbeitnehmer, die zusätzliche Leistungen wie Spesen oder Reisekostenerstattungen erhalten
  3. Alleinerziehende, die vom getrennt lebenden Elternteil für die gemeinsamen Kinder Unterhaltszahlungen oder Unterhaltsvorschuss erhalten.

In diesen Fällen kann der Betrag aus der P-Konto Bescheinigung noch einmal wesentlich erhöht werden. Eine weitere Erhöhung ist jedoch nicht mit einer Bescheinigung möglich, sondern nur über einen Antrag bei der Vollstreckungsstelle.

Beratung und Antragstellung vom Fachanwalt

Ich berate Sie und übernehme die Antragstellung bei der Vollstreckungsstelle zum Pauschalpreis von 226,10 €.

Können Sie die Schulden bezahlen, die zur Kontopfändung geführt haben?

Beseitigen Sie die Kontopfändung insgesamt.

Auch wenn Sie sich mit dem P-Konto wirkungsvoll bei einer Kontopfändung schützen können, bleibt die Kontopfändung weiter bestehen. Die Freibeträge schützen nur die monatlichen Ausgaben. Es wird Zeit die Kontopfändung insgesamt zu beseitigen. Wenn Sie jetzt untätig bleiben, drohen weitere Vollstreckungsmaßnahmen und Kosten, weil der Gläubiger durch die Kontopfändung keine Zahlung erhält. Die Schulden wachsen dann weiter sprunghaft an.

Die Wirkung der Kontopfändung entfällt erst, sobald Sie

  • die Schulden, die zur Pfändung geführt haben, vollständig bezahlt haben oder
  • mit dem Gläubiger eine Ratenzahlung und die Aussetzung der Kontopfändung vereinbart haben.
Rechtsanwalt Max Postulka zu Gast in der aktuellen Stunde im WDR Fernsehen

Wie nutze ich den zur Verfügung stehenden Freibetrag bestmöglich?

Das sind meine besten Tipps, um die Ausgaben im Griff zu behalten und Kosten einzusparen

  1. Klingt spießig ist aber unerlässlich: Haushaltsbuch führen
    Schreiben Sie alles auf. Notieren Sie Ihre regelmäßige Einnahme und Ausgaben. Ohne einen kompletten Überblick verschenken Sie die Chance auf ein Einsparungen.
    Nutzen Sie Apps zur Finanzplanung. So haben Sie tatgenau einen Überblick über Ihr verfügbares Budget bis zum Monatsende. Mein persönlicher Favorit und bei mir auch tatsächlich in der Verwendung ist die App Finanzguru.
  2. Machen Sie einen Frühjahrsputz bei Ihren Verträgen und minimieren Sie die festen monatlichen Belastungen
    Listen Sie ausnahmslose alle monatlichen Verträge auf wie Mietvertrag, Strom-, Gas, Versicherungen, Abos, Mitgliedschaften, Beiträge aber jährliche Versicherungsprämien und die vierteljährlichen Rundfunkgebühren und prüfen Sie die Verträge auf Einsparmöglichkeiten und ihre Notwendigkeit
    Stellen Sie sich die Kontrollfragen:
    1. Brauche ich das wirklich?
    2. Nutze ich das wirklich?
    3. Welche Veränderungen sind möglich, um Kosten einzusparen?
    4. Welche neuen Kosten entstehen durch die Veränderungen?
    Alles was nicht genutzt oder notwendig ist am besten sofort kündigen. Befreien Sie sich von unnötigen monatlichen Belastungen. Auch wenn überall nur ein geringer Betrag eingespart werden kann, die Summe macht es aus.
    Überprüfen Sie alle notwendigen Verträge auf Einsparpotenzial.Viele Verträge verlängern sich automatisch zu alten Konditionen, obwohl es mittlerweile günstigere Alternativen gibt oder sich das Nutzungsverhalten geändert hat (Beispiel Telefonvertrag).
  3. Planen Sie Ihr persönliches freies Budget und sparen Sie durch cleveres Einkaufen
    Ihr monatliches Budget ist das, was Ihnen nach Abzug aller laufenden Kosten zum Leben bleibt.
    Kaufen Sie clever ein. Erstellen Sie einen Koch- und Essensplan und vermeiden Sie Spontankäufe. Kaufen Sie saisonal und kochen Sie selbst. Das schmeckt mit ein wenig Übung besser als Fertiggerichte, ist gesünder und günstiger.
  4. Vermeiden Sie Spontankäufe, in dem Sie mit Bargeld bezahlen.
    Wenn Sie bar bezahlen, erleichtern Sie sich den Überblick und verhindern ungeplante Ausgaben. Bei Zahlungen mit der EC- oder Kreditkarte verliert man hingegen schnell den Überblick und wird zu Spontankäufen verleitet, die man sich eigentlich nicht leisten kann, nach dem Motto kaufe heute, zahle später.
  5. Überprüfen Sie Ihre Sparraten und bilden Sie eine Notfallreserve
    Langfristig sparen kann man nur dann, wenn man auch langfristig am Ende des Monatsgeld über hat und nicht am Ende des Geldes noch etwas vom Monat über ist. Bevor Sie anfangen können zu sparen, brauchen Sie eine Notfallreserve. Auch wenn das Geld knapp ist, ist es sinnvoll in kleinen Schritten eine Notfallreserve zu bilden. Nutzen Sie hierfür die Einsparungen, die Sie durch die Überprüfung und Kündigung Ihrer Verträge gemacht haben. Die Notfallreserve sollte bis zu drei Netto-Monatsgehälter umfassen, damit Reparaturkosten und Neuanschaffungen, wie z.B. eine Waschmaschine erfolgen können. Sparen Sie die Notfallreserve in kleinen Raten von maximal 10 % des freien Budgets an und separieren Sie das Geld. Binden Sie das Geld für die Notfallreserve daher auf keinen Fall in Verträge, wie Lebens- oder Rentenversicherungen.
    Erst wenn die Notfallreserve angespart wurde, macht es Sinn langfristig zu sparen und das Ersparte in einer Anlageform zu binden, sonst drohen unnötige Kosten für die Auflösung des Sparplans. Denken Sie in jedem Fall vor dem Sparen an Einsparen.
  6. Die wichtigste Regel: Bleiben Sie flexibel
    Gehen Sie so wenig langfristige Verpflichtungen wie möglich ein. Bei Einkommensveränderungen und unerwarteten Belastungen kann man den Gürtel kurzfristig enger schallen, irgendwann nimmt es einem aber die Luft zum Atmen.

Was Sie bei größeren Zahlungsschwierigkeiten unbedingt beachten sollten:

  1. Unbedingt priorisieren
    Bezahlen Sie nicht denjenigen, der am lautesten schreit, sondern die Kosten, die am wichtigsten sind und zu den härtesten Konsequenzen führen.
    Befolgen Sie diese Reihenfolge: Miete, Strom, Gas, Wasser, Telefon und Internet, Unterhaltszahlungen, Lebensmittel und Medikamente
  2. Reizen Sie Ihren Dispositionsrahmen nicht aus.
    Was heute als eine Erleichterung erscheint, führt in der Zukunft zu einer weiteren Zahlungsverpflichtung. Es entstehen sehr hohe Zinsen und damit weitere laufende Kosten, die dann erst recht nicht bezahlt werden können.
  3. Nehmen Sie nicht ungeprüft Kredite auf
    Ohne Entschuldungskonzept und fachmännische Analyse droht eine weitere Verschlechterung Ihrer Situation, wenn das freie Budget nicht ausreicht, um die Kreditraten zu zahlen. 
    Machen Sie den Test: Kann ich nach meinem Haushaltsplan die Raten auch bei Einkommensveränderungen zahlen?
  4. Suchen Sie frühzeitig eine professionell Beratung auf
    Es gibt zahlreiche kostenfreie Angebote (z.B. Verbraucherzentrale, Caritas, ASB, anwaltliche Schuldnerberatung mit Beratungshilfe)

Denken Sie an eine Gesamtlösung. Wenn die Kontopfändung nicht nur ein erster Warnschuss war, sondern die Spitze des Eisbergs, dann sollten Sie nicht versuchen, die Pfändung schnellstmöglich durch eine vollständige Zahlung oder durch  Raten zu erledigen, sondern eine professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

Viele meiner Mandanten haben jahrelang ohne einen Gesamtplan einzelne Schulden abbezahlt, während parallel neue oder weitere Schulden bei anderen Gläubigern auflaufen. Sie machen das, bis es irgendwann nicht mehr geht und haben erst dann eine Beratung bei mir gebucht. Nach der Erstberatung höre ich dann regelmäßig: „Warum habe ich das nicht früher gemacht?“

Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Situation besprechen. Ich analysiere für Sie den besten und schnellsten Weg, um insgesamt wieder schuldenfrei zu werden.

Bei mir können Sie ohne lange Wartezeit für nur 97 € eine Erstberatung buchen. Wenn Sie einen Beratungshilfeschein für eine Insolvenzberatung haben, ist die Beratung kostenfrei. Senden Sie mir einfach vorab den Beratungshilfeschein zu und Sie erhalten einen kostenfreien Termin.

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