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Schulden führen zu einer starken Beeinträchtigung des Lebens: Nicht nur, dass die eigenen finanziellen Mittel eingeschränkt sind, es kommen zahlreiche Probleme hinzu. Kontopfändungen werden durchgeführt und durch eine schlechte Bonität entstehen Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche sowie anderen Vertragsabschlüssen. Droht der Besuch des Gerichtsvollziehers, dann gilt es, auf diesen Tag vorbereitet zu sein, um den bestmöglichen Verlauf zu gewährleisten.

Die Zwangsvollstreckung: Sie ist nur unter bestimmten Umständen möglich

Voraussetzung für den Besuch des Gerichtsvollziehers ist das Vorliegen eines vollstreckbaren Titels. Stammen die offenen Forderungen von Privatpersonen beziehungsweise von Unternehmen, dann wurden zuvor ein Mahnbescheid und ein Vollstreckungbescheid oder Urteil zugestellt. Ohne einen solchen Vollstreckungstitel ist eine Zwangsvollstreckung nicht möglich. In Ausnahmefällen kann der Gerichtsvollzieher das Vollstreckungsurteil auch beim Besuch mitbringen und somit persönlich zustellen. Erfahrungsgemäß ist es am besten, möglichst frühzeitig einen Schuldnerberater hinzuzuziehen, um die Zwangsvollstreckung abwenden zu können. Oftmals sind Gläubiger gesprächsbereit, wenn sie Lösungsmöglichkeiten angeboten bekommen.

Der Ablauf der Zwangsvollstreckung

Eine Zwangsvollstreckung erfolgt zunächst einmal in das bewegliche Vermögen des Schuldners beziehungsweise durch Pfändung des Kontos. Der Gläubiger kann, falls ihm Ihre Kontoverbindung bekannt ist, bei Ihrer Bank die Kontopfändung durch das Vollstreckungsgericht anordnen lassen. Wird eine bestimmte Bank als Hausbank vermutet, so besteht die Möglichkeit, dass der Gläubiger dort auf „Gut Glück“ pfänden lässt und so eventuell das Konto ermittelt. Die einzige Chance, dass Sie den Zugriff auf Ihr Konto in einem gewissen Rahmen schützen, ist das Einrichten eines P-Kontos. Als Rechtsanwalt und Schuldnerberater unterstütze ich Sie gerne dabei, den maximalen Freibetrag zu erhalten. Neben der Kontopfändung kann der Gerichtsvollzieher auch Ihr Eigentum beschlagnahmen lassen. Es kommt zunächst einmal zu einem Besuch bei Ihnen zu Hause, sodass sich der Vollstreckungsbeamte einen Überblick über die vorhanden Wertgegenstände verschaffen kann. Es ist also nicht möglich, die Schulden zu ignorieren, sondern Sie müssen sich aktiv mit der Thematik auseinandersetzen. Wurde einmal ein Vollstreckungstitel erwirkt, so bleibt dieser für mindestens 30 Jahre gültig.

Der Gerichtsvollzieher steht vor der Tür: Wie verhalte ich mich richtig?

Das Wichtigste ist, dass Sie Ruhe bewahren. Sie sind nicht verpflichtet, den Gerichtsvollzieher bei seinem ersten Besuch in die Wohnung zu lassen. Trifft er Sie nicht an, so wird er eine Nachricht in Ihrem Briefkasten hinterlassen und einen zweiten Besuch ankündigen. Diese Frist ist nun sehr wichtig: Bleibt die Kontaktaufnahme auch beim zweiten Besuch erfolglos, so kann Ihre Wohnungstür aufgebrochen werden. Auf dem Schreiben finden Sie den Namen und die Telefonnummer des Gerichtsvollziehers, sodass Sie Kontakt zu ihm aufnehmen können. Seien Sie freundlich und zeigen Sie sich kooperativ. Suchen Sie das klärende Gespräch und ziehen Sie einen Schuldnerberater hinzu, wodurch gemeinsam Lösungen erarbeitet werden können. Stimmt der Gläubiger zu, ist eine Ratenzahlungsvereinbarung möglich. Besteht er hingegen auf der Zwangsvollstreckung, dann muss der Gerichtsvollzieher prüfen, ob Sie über pfändbare Gegenstände verfügen. Nicht alle Gegenstände dürfen gepfändet werden. Dinge, die ihrem Verschuldungsgrad angemessen sind und zum täglichen Leben benötigt werden, sind nicht pfändbar. Hierzu gehören beispielsweise ein Fernseher, Möbel, Ihre Küche oder ein Kühlschrank. Handelt es sich jedoch z. B. um einen besonders wertvollen Fernseher, dann kann dieser gepfändet werden und Sie erhalten ein kostengünstigeres Ersatzgerät. Ihr Vorteil in dieser Situation ist, dass der Gerichtsvollzieher eine Abwägung zwischen dem zu erzielenden Erlös bei einer Zwangsversteigerung und den Kosten vornimmt. Daher finden sich bei den meisten Schuldnerhaushalten nur wenige pfändbare Gegenstände. Eheringe dürfen ebenfalls nicht gepfändet werden, genauso wenig wie Gegenstände, die zur Ausübung des Berufs benötigt werden.

Ein Weg aus den Schulden kann nur dann gefunden werden, wenn Sie sich zunächst einmal einen Überblick über die aktuelle Lage verschaffen. Gemeinsam mit mir als Schuldnerberater erstellen wir einen Plan, wie Sie die Schulden in den Griff bekommen. Nur wenn Sie der Situation ins Auge blicken und aktiv nach einer Lösung suchen, werden Sie wieder schuldenfrei sein können. Gerne unterstütze ich Sie bei diesem Weg.