Weihnachtsgeld bei Kontopfändung

Das Weihnachtsgeld ist unpfändbar bis zum Betrag der Hälfte des monatlichen Arbeitseinkommens, höchstens aber bis zu einem Betrag von 500 € (§ 850a IV ZPO). Bei ihrem Arbeitgeber ist der Pfändungsschutz automatisch zu berücksichtigen. Wird das Weihnachtsgeld jedoch auf Ihr Pfändungsschutzkonto gezahlt, müssen Sie folgendes beachten, damit Ihnen nicht der unpfändbare Teil des Weihnachtsgeldes weggepfändet wird:

Ein automatischer Schutz für das Weihnachtsgeld besteht bei einer Kontopfändung nicht. Wenn der eingerichtete Freibetrag nicht ausreicht, um das Weihnachtsgeld neben den sonstigen Zahlungseingängen zu schützen, müssen Sie unter Vorlage der Entgeltabrechnung einen gesonderten Freibetrag beim Vollstreckungsgericht beantragen.

Das Vollstreckungsgericht ist das Amtsgericht an ihrem Wohnort oder bei einer Pfändung des Finanzamtes das Finanzamt oder bei einer Pfändung durch die Stadt oder ihre Gemeinde die Vollstreckungsstelle der Stadt.

Die Rechtsantragstelle beim Amtsgericht ist bei der Erstellung des Antrags kostenfrei behilflich. Für den Antrag benötigen Sie die Kontoauszüge zu ihrem Pfändungsschutzkonto für einen Zeitraum von den letzten drei Monaten, den Beschluss über die Pfändung ihres Kontos und die Abrechnung über das Weihnachtsgeld.

Das Gericht fertigt dann einen Beschluss über einen einmalig höheren Freibetrag, den Sie Ihrer Bank vorlegen müssen. Ihre Bank richtet dann für das Weihnachtsgeld einen zusätzlichen Freibetrag ein, damit Sie neben den übrigen Bezügen bis zur Höhe von 500,00 € einmalig auch über das Weihnachtsgeld verfügen können.

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