0221 27129356 kontakt@p-konto.de

Häufige Fragen zur Höhe der Freibeträge auf dem P-Konto

Führen Sie Ihr Girokonto als P-Konto, stehen Ihnen verschiedene Freibeträge zu. So hat jeder Bürger Anspruch auf den Grundfreibetrag in Höhe von 1.073,88 €. Darüber hinaus gibt es zusätzliche Freibeträge, soweit Sie unterhaltspflichtig sind, Sozialleistungen beziehen oder laufende Geldleistungen zum Ausgleich eines Körper- oder Gesundheitsschaden erhalten. Diese weiteren Freibeträge erhalten Sie jedoch nicht wie den Grundfreibetrag automatisch, sondern nur wenn Sie Ihrer Bank eine P-Konto Bescheinigung vorlegen. Eine solche Bescheinigung können Sie hier online bei mir als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht beauftragen. Sie erhalten die Bescheinigung dann innerhalb von 2 Werktagen.

Jeder Bürger, sei er/sie Arbeitnehmer, Selbstständiger, Gewerbetreibender, Hausfrau-/mann, Student, Rentner oder Arbeitsloser hat Anspruch auf den Grundfreibetrag von 1.073,88 €. Auf die Art des Einkommens kommt es nicht an. Pfändet ein Gläubiger das Gehalt oder das Giro-/P-Konto, steht dem Bürger mindestens der Grundfreibetrag zur Verfügung. In dieser Höhe kann er über sein Guthaben auf dem P-Konto verfügen. Es kommt nicht darauf an, aus welcher Quelle das Guthaben stammt. Pfändet der Gläubiger das Gehalt beim Arbeitgeber, muss der Arbeitgeber das Gehalt wenigstens in Höhe des Freibetrages an den Arbeitnehmer überweisen.

Geeignete Stellen, die berechtigt sind, eine P-Konto–Bescheinigung über Ihre Unterhaltspflichten auszustellen, sind Rechtsanwälte, Steuerberater, anerkannte Schuldner- und Verbraucherberatungsstellen oder Familienkassen, die das Kindergeld auszahlen. Die Familienkasse bescheinigt aber nur die Zahlung von Kindergeld, so dass Sie sich den Freibetrag wegen Ihrer Unterhaltsverpflichtung gegenüber Ihrem Kind zusätzlich bescheinigen lassen müssen.

Anerkannt werden auch Sozialleistungsbescheide oder die elektronisch erstellte Gehaltsabrechnung Ihres Arbeitgebers, soweit sich daraus Ihre Unterhaltsverpflichtungen ergeben. Beziehen Sie Sozialleistungen (ALG I, ALG II, gesetzliche Rente, Sozialhilfe), sind Jobcenter oder Sozialamt) angewiesen, die Bescheinigung auszustellen.

Ohne Bescheinigung steht Ihnen nur der Grundfreibetrag zu. Besonders schnell und unkompliziert können Sie bundesweit bei mir über meine Website eine P-Konto Bescheinigung erhalten.

Die P-Konto Bescheinigung gilt grundsätzlich unbefristet. Ihre Bank ist aber berechtigt in regelmäßigen Abständen eine aktuelle Bescheinigung anzufordern. Wie lange sie anerkannt wird, entscheidet Ihre Bank. Im Regelfall brauchen Sie nur alle ein bis zwei Jahre eine neue Bescheinigung vorzulegen. Um Ihre Liquidität fortlaufend sicherzustellen, sollten Sie sich rechtzeitig darum bemühen, eine aktuelle Bescheinigung zu beschaffen.

Die Freibeträge für Kinder gelten für Ihre leiblichen und adoptierten minderjährigen Kinder. Sie gelten auch für volljährige Kinder bis zum Abschluss ihrer Schul- und Berufsausbildung (auch Studium), sofern das Kind in Ihrem Haushalt lebt und Sie Unterhalt für das Kind zahlen. Für Stief- und Pflegekinder sowie das Kind Ihres Lebensgefährten können Sie selbst keine Freibeträge beanspruchen.

Sie können Ihren Grundfreibetrag um einen weiteren Freibetrag erhöhen, wenn es sich um Ihren Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner handelt und Sie im gemeinsamen Haushalt leben. Auch eine konkrete Unterhaltszahlung kommt es dann nicht an.

Der Freibetrag wird auch gewährt, wenn Sie getrennt voneinander leben und dem Partner Unterhalt zahlen. Gleichfalls wird der Freibetrag gewährt, wenn Ihre Ehe geschieden oder Ihre eingetragene Lebenspartnerschaft aufgehoben ist und Sie dem Partner Unterhalt zahlen.

Ja, auch wenn Sie mit Ihrem Partner in einer Bedarfsgemeinschaft (z.B. Patchworkfamilie) leben (also nicht miteinander verheiratet oder verpartnert sind oder waren), steht Ihnen über Ihren Grundfreibetrag hinaus ein zusätzlicher Freibetrag zu, wenn Sie die Leistungen vom Jobcenter für sich und Ihren Partner auf Ihr P-Konto erhalten. Ist der Partner die 1. Person, der Sie Unterhalt gewähren, beträgt der zusätzliche Freibetrag 404,16 €. Gibt es eine 2. Person, beträgt der weitere Freibetrag 225,17 €

Ja, für einmalige Sozialleistungen können Sie unter Vorlage des Leistungsbescheides gesonderte Freibeträge nutzen. Beispiele: Sie erhalten bei der Geburt Ihres Kindes eine Erstausstattung bezahlt oder das Jobcenter zahlt die Klassenfahrt für Ihren Sohn. Es handelt sich dabei um Leistungen gemäß § 54 Absatz II SGB I.

Bei diesen Leistungen handelt es sich um den „Ausgleich eines durch einen Körper oder Gesundheitsschaden bedingten Mehraufwandes“. In Ihrem Leistungsbescheid wird auf §§ 850k Abs. II Nr. 2 ZPO und § 54 Abs. III Nr. 3 SBG I verwiesen. In Betracht kommen u.a. Schwerstbeschädigtenzulage, Wegegeld oder Beihilfen für Ihren Blindenhund. Diese laufenden Geldleistungen sind nicht pfändbar. Sie können das Guthaben zusätzlich neben Ihren sonstigen Freibeträgen für sich verwenden.

Auf meiner Website finden Sie einen Freibetragsrechner. Sie brauchen nur einige Angaben zu machen und der Rechner zeigt Ihnen genau an, welche Freibeträge Ihnen zustehen. Darüber erstelle ich Ihnen auf Wunsch gerne eine entsprechende Bescheinigung, damit Sie die errechneten Freibeträge auch auf Ihrem Konto einrichten lassen können.

Überweist Ihnen der Arbeitgeber am 3. Mai Ihr Gehalt für den Mai und bereits am 28. Mai das Gehalt für den Juni, überschreiten Sie wegen dieses doppelten Zahlungseingangs oft Ihren Freibeitrag. Damit der über dem Freibetrag liegende Betrag nicht pfändbar wird, verlängert sich der Pfändungsschutz über das Monatsende hinaus. Sie können dann bis zum Ende des Folgemonats (im Beispiel bis Ende Juni) über beide Gehaltszahlungen frei verfügen. Sie brauchen dazu nichts weiter zu veranlassen.